Tiersuchhunde

Wichtige Information zur Tiersuche.

Wir weisen aktuell darauf hin, das unseren Hunde ausgebildete Mantrailer sind, die in erster Linie zur Suche nach vermissten Personen zum Einsatz kommen. Da die Hunde zweimal wöchentlich ein Training absolvieren, kann es insbesondere bei warmen Sommertemperaturen vorkommen, dass Anfragen zur Suche nach entlaufenen Tieren zum Schutz unserer Hunde abgelehnt werden müssen. Zu den Trainingstagen kommen neben Rettungseinsätzen zusätzlich Einsatzübungen mit Polizei und Feuerwehr, wodurch die Hunde einer hohen Belastung ausgesetzt sind. Wir bitten um Verständnis.

(Pettrailer / Dogtrailer)

Was machen sie und wie können sie helfen ?  

Stellen sie sich vor dass Ihnen Hund oder Katze weggelaufen ist. Ihre eigenen Bemühungen (Nachbarn befragen, mit Freunden die Umgebung absuchen, bei Polizei, Tierarzt, Tierheim und Tierschutzverein und bei einem Haustierregister wie Tasso nachfragen) haben Ihnen  auch nicht weitergeholfen ihren Liebling zu finden.

Unsere Hunde können helfen ein entlaufenes Tier aufzuspüren. Wenn die Suchhunde das entlaufene Tier auch während der Suche nicht direkt gefunden wird, können sie einen Anhalt dafür geben, wo sich das entlaufene Tier aufhält oder innerhalb der letzten Tage aufhalten haben könnte.  Es ist allerdings auch möglich durch die Arbeit der Hunde sagen zu können, dass sich ein Tier zumindest in den letzten Tagen nicht in einem bestimmten Gebiet aufgehalten hat. Oft vermuten die Tierhalter ihr Tier in einer ganz anderen Gegend als es die Suchhunde es anzeigen. Der Zeitraum, wie lange Geruchsspuren für die Suchhunde vorhanden sind ist abhängig von der örtlichen Gegebenheit und den Witterungsverhältnissen.

Die Suchhundeteams können in Wald und Flur oder in der Stadt eingesetzt werden.

Auf dem linken Foto wurde mit Erlaubnis der zuständigen Behörde auf einem Großstadtfriedhof nach einem entlaufenen Hund gesucht.

Die Hunde sind dazu ausgebildet, nach einem entlaufenen Tier anhand seines Individualgeruchs zu suchen, seine Spur zu verfolgen und es aufzufinden. Vom Grundsatz her können alle Säugetiere die über ein Fell verfügen (Hunde, Katzen, Schafe, Ziegen, Kaninchen u. Meerschweinchen) gesucht werden, da diese unaufhörlich kleinste Partikel, wie wir Menschen Schuppen, verlieren, die den Individualgeruch wiedergeben und an dem sich die Suchhunde während ihre Suche orientieren.

Für eine Suche nach einem bestimmten Tier benötigen wir einen Geruchsgegenstand vom entlaufenen Tier. Das kann ein Halsband, ein Spielzeug, die Liegedecke oder die Fellbürste sein. Wichtig ist, dass möglichst keine anderen Geruchsspuren daran haften.      

Der Geruchsgegenstand sollte nicht mit anderen Tieren in Kontakt gekommen sein. Es sollten ihn möglichst keine Menschen angefasst haben (lässt sich oft schlecht vermeiden). Am besten nehmen sie den Gegenstand mit einer neuen (sauberen) Mülltüte auf ohne diesen dabei anzufassen. Drehen sie die Tüte dazu auf links, genau so wie sie es bei einem Kotbeutel machen, wenn sie die Hinterlassen-schaften ihres Hundes beseitigen. Sie sollten diese Geruchsgegenstand dann möglichst in dieser Tüte verpackt für unsere Hunde bereit halten.

Wenn ihnen dass Tier in einem Wohngebiet entlaufen ist oder vermutet wird, sprechen sie bitte mit den Nachbarn bzw. den dortigen Anwohnern, dass wir mit unseren Hunden deren Grundstücke betreten müssen, und dort evtl. frei laufende Hunde für die Zeit unsere Anwesenheit auf dem Grundstück ins Haus geholt werden. Das Einholen dieser Erlaubnis, während die Hunde suchen würde die Hunde nur immer wieder in der Suche unterbrechen, die Suche somit unnötig erschweren bzw. unmöglich machen.  Es kann auch durchaus möglich sein, dass bevor wir zum Einsatz kommen, Sondergenehmigungen für das Befahren oder betreten bestimmter Bereiche bei Behörden beantragt werden müssen. 

Die Hunde werden während der Suche von ihrem Hundeführer an der 10 m Schleppleine geführt. Dadurch hat der Hundeführer ständigen Kontakt zu seinem Hund und kann auf kleinste Veränderungen (Anzeigen des Hundes) reagieren. Das gewährleistet natürlich auch, dass in Waldgebieten kein Wild durch freilaufende Hunde gestört oder gefährdet wird. Durch diese Art der Suche werden weder die Suchhunde und ihre Hundeführer, noch Personen wie Radfahrer, Jogger oder natürlich der Straßenverkehr unnötigen Gefahren ausgesetzt. 

Eine Erfolgsgarantie, dass Tiersuchhunde ihr entlaufenes Tier wiederfinden gibt es natürlich nicht, aber die Chancen sind gut, wenn nicht diverse Umstände die Suche für die Hunde unmöglich machen. Da die Suche durch gewisse Witterungsumstände (starker Regen und Wind) erschwert oder unmöglich gemacht werden kann, sollten die Suchhunde so schnell wie möglich nach dem Verschwinden eines Tieres angesetzt werden.